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Ein Blick zurück: Der lange Weg zum modernen Daunenbett

Es war ein sehr langer Weg von einer Mulde in der Erde bis zum kuscheligen Federbett. Noch heute sagen wir abends "ab in die Federn", wenn wir uns auf den Schlaf freuen und uns einkuscheln möchten. Die Anfänge der Schlafstätten waren jedoch weniger paradiesisch.

 

Geschlafen wird schon immer

Schlaf ist ein lebensnotwendiges Grundbedürfnis für Körper und Geist. Wir erholen uns im Schlaf, stärken unser Immunsystem und schöpfen Kraft für einen neuen Tag. Haben wir gut geschlafen, fühlen wir uns topfit und können uns lange konzentrieren. Konnten wir hingegen kaum Schlaf finden, fühlen wir uns am nächsten Morgen wie gerädert. Das Sprichwort „Wie man sich bettet, so liegt man.“ trifft dabei des Pudels Kern. Denn ein komfortabler Schlafplatz hat einen großen Einfluss auf die nächtliche Erholung. Komfortabel bedeutet für uns ein gemütliches Schlafzimmer mit einem bequemen Bett und einer angenehmen Bettwäsche. Das war nicht immer so. Bis es ein Bett gab, wie wir es kennen, musste viel Wasser die Donau hinunterfließen.

 

Der Schlafplatz in grauer Vorzeit

Auch unsere Ahnen in grauer Vorzeit brauchten Schlaf. Ihre Ansprüche an einen Schlafplatz beschränkten sich jedoch darauf, dass er trocken und warm war. So nächtigten die Steinzeitmenschen bevorzugt in Höhlen und schliefen auf dem blanken Boden. Damit es etwas wärmer und bequemer wurde, legten sie Tierhäute und Tierfelle aus. Diese nutzen sie auch als Decke, um die Kälte abzuhalten. In der darauf folgenden Bronzezeit war es nicht luxuriöser. Ein Bett im damaligen Verständnis war nichts anderes als eine Mulde in der Erde, ausgelegt mit Matten. Vermutlich stammt das Wort Bett aus dieser Zeit, da es schlicht Lagerstätte bedeutet. Im Laufe der Zeit lernten unsere Vorfahren immer mehr wärmende Nachtlager zu schätzen und schliefen immer weniger auf dem kalten Boden. Sie bauten sich z.B. aus Ästen und Laub weichere Unterlagen. Auch Strohlager waren beliebte Schlafplätze.

 

Die Renaissance mit dem Siegeszug der Federbetten

Noch im frühen Mittelalter wurde auf dem Fußboden geschlafen. Allerdings dienten bereits Matratzen, Kissen, Decken und Teppiche als Unterlage. Adlige, reiche Kaufleute und das wohlhabende Bürgertum entdeckten in dieser Zeit bereits das Himmelbett für sich. Ab dem 16. Jahrhundert waren Bettnischen, Schrankbetten und Alkoven weitere beliebte Schlafstätten. Als Unterlage wurde in dieser Zeit der Strohsack mit Lederdecke zunehmend durch Federbetten ersetzt. Ein vollständiges Federbett setzte sich aus dem Oberbett, meist zwei Kopfkissen, bis zu zwei Unterbetten und zwei größeren Kissen zusammen. Es wog zwischen 25 und 75 kg. Zum Vergleich: heute wiegt ein durchschnittliche Daunenbettdecke gerade mal zwischen 1,5 bis 3 kg.

Im Übrigen waren die Betten damals deutlich kürzer als heute. Das lag weniger an der Körpergröße, als vielmehr an der Schlafposition. Die Menschen saßen halb aufrecht im Bett. Für eine halbwegs komfortable Sitz-Schlafposition sorgten zahlreiche Kissen im Rücken.

 

Übergang zur Moderne

Im 18. Jahrhundert wurden die Betten kastenförmig und die ersten Matratzen kamen auf den Markt. Der Bettrahmen war meistens auch nicht mehr kunstvoll gefertigt, sondern einfach und schlicht, aus Materialien wie Holz und Eisen. Dadurch konnten sich auch bürgerliche Schichten ein Bett leisten. Für den nötigen Komfort sorgten aufgetürmte Bettstücke und schwere, dicke Federbetten. Bis zur Weimarer Republik Anfang des 20. Jahrhunderts konnten sich aber nur wohlhabende Menschen einigermaßen komfortable Betten leisten. Arbeiter und Dienstleute hatten hingegen sehr einfache Schlafstätten.

Ein neuer Wandel ins Bett kam mit den 1950er Jahren, die bürgerlichen Wohlstand und Massenkonsum mit sich brachten. Die Folge davon war, dass Betten industriell und immer weniger aufwendig hergestellt wurden. Ein Bett sollte chic, modern und funktional sein – zu einem erschwinglichen Preis. Nach wie vor beliebt waren auch platzsparende Varianten, wie Rollbetten oder Schrankbetten für Kinder.

 

Heute – Funktionalität, Ergonomie und Schlafkomfort

Heutzutage gibt es eine unendliche Auswahl an Betten und jeder findet garantiert das Passende für seine Ansprüche. Und auch bei der Wahl der Bettausstattung und Textilien stehen wir vor einem schier unerschöpflichen Angebot. In der Regel entscheidet einfach der persönliche Geschmack, welche Bettwäsche es sein soll. Ein Bett im gehobenen Preissegment ist wieder sehr kunstvoll gefertigt. Doch das allein reicht für Premiumqualität nicht aus. Nach heutigen Maßstäben muss das Bett auch funktional und ergonomisch überzeugen.

Die klassischen, hochgetürmten Federbetten aus Uromas Zeiten sind aus unseren Schlafzimmern verschwunden. Geblieben ist die Füllung: In Daunen und Federn schläft man auch heute noch herrlich komfortabel und gemütlich. Was als Plus gegenüber modernen, synthetischen Bettwaren dazukommt, Daunenbettdecken sind Naturprodukte. Gemeinsam mit einer atmungsaktiven Bettwäsche, z.B. aus Baumwolle tragen sie zu einer hohen Schlafqualität bei. Daunenbetten eignen sich praktisch für jedes Wärmebedürfnis und alle Schlafgewohnheiten. Deswegen werden Daunenbetten auch in Zukunft nicht aus unseren Schlafzimmern wegzudenken sein.